Oszillographie

Oszillographische Untersuchungsmethoden dienen dem Nachweis von Durchblutungsstörungen an den Extremitäten. Technisch erfolgt dies durch die Erfassung und Aufzeichnung von Volumenänderungen des Gewebes - z.B. in den Fingern oder Zehen - die durch das pulssynchrone Ein- und Ausströmen des Blutes verursacht werden. Wir unterscheiden 1) die Oszillographie an Fingern und Zehen 2) die Funktions-Oszillographie 3) die mechanische Oszillographie der Beine.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Zu 1)

Der Patient sitzt oder liegt und ruht. An den zu untersuchenden Fingern oder Zehen werden kleine Manschetten angelegt und aufgepumpt.

Die oben beschriebenen Volumenänderungen der Finger oder Zehen übertragen sich auf die Manschetten und über eine Druckleitung schließlich auf ein Messgerät. Die aufgezeichneten Kurven werden von einem Schreiber ausgegeben.

Zu 2)

Gleiches Prinzip wie unter 1). Im Unterschied zu oben wird der Patienten hier aber aufgefordert mit den Armen bestimmte Manöver auszuführen; wie z.B. Hände-in-den-Nacken-legen.

Zu 3)

Der Patient liegt auf dem Rücken und ruht. An den Oberschenkeln, den Unterschenkeln und in Knöchelbereich werden Manschetten angelegt und aufgepumpt.

Die oben beschriebenen Volumenänderungen der Finger oder Zehen übertragen sich auf die Manschetten und über eine Druckleitung schließlich auf ein Messgerät. Die aufgezeichneten Kurven werden von einem Schreiber ausgegeben. Im Anschluss an die Untersuchung in Ruhe wird der Patient aufgefordert je 20 Kniebeuge und 40 Zehenstände auszuführen. Nach jeder dieser Übungen wird erneut registriert.

Oszillographie

Abbildung: Aufzeichnung von Kurven einer mechanischen Oszillographie beider Beine unmittelbar nach Belastung. Obere Kurve: rechtes Bein. Untere Kurve: linkes Bein. Sowohl nach 40 Zehenständen als auch nach 20 Kniebeugen sehen wir normal hohe Amplituden als Ausdruck einer ungestörten Blutzirkulation in beiden Beinen.

Wozu dient die Untersuchung?

Zu 1)

Hier wird geprüft, ob Durchblutungsstörungen der feinen Schlagadern an den Händen oder den Füßen bestehen. Daneben lässt die Untersuchung auch Rückschlüsse über die größeren Schlagadern an den Armen oder Beinen zu.

Zu 2)

Hier wird geprüft, ob Durchblutungsstörungen ausschließlich während der oben beschriebenen Manövern mit den Armen auftreten (sogenannte funktionelle Durchblutungsstörungen).

Zu 3)

Hier wird geprüft, ob Durchblutungsstörungen der Beine bestehen.

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